Letzte Male & Abschied
Ist jetzt gerade ein letztes Mal? Wir wissen es nicht. Aber die Frage macht uns bewusst, wie kostbar dieser Moment ist.
Es gibt Abschiede, von denen wir wissen, dass sie kommen. Der letzte Schultag. Der letzte Tag im alten Job. Der letzte Besuch bei den Großeltern, bevor wir umziehen.
Aber es gibt auch Abschiede, von denen wir nicht wissen, dass sie Abschiede sind. Erst später wird uns klar: Das war das letzte Mal.
Ist jetzt gerade ein letztes Mal? Wir wissen es nicht.
Die Kostbarkeit des Moments
Das letzte Mal, dass ich meine Mutter umarmt habe, wusste ich nicht, dass es das letzte Mal war. Das letzte Gespräch mit meinem Vater. Der letzte Abend mit Freunden, bevor sich unsere Wege trennten.
Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir anders hingeschaut. Länger umarmt. Aufmerksamer zugehört. Den Moment festgehalten.
Aber vielleicht ist das auch gut so. Denn wenn wir bei jedem Moment denken würden "Das könnte das letzte Mal sein", würden wir vor Angst erstarren.
Abschiedsschmerz
Abschiede tun weh. Sie reißen uns etwas aus den Händen, das wir festhalten wollen. Sie konfrontieren uns mit Vergänglichkeit. Sie erinnern uns daran, dass nichts bleibt, wie es ist.
Und doch: Abschiede schaffen auch Raum. Raum für Neues. Raum für Entwicklung. Raum für Veränderung.
Jeder Abschied ist auch ein Neuanfang.
Die Kunst des Abschiednehmens
Vielleicht liegt die Kunst nicht darin, zu wissen, wann das letzte Mal ist. Sondern darin, jeden Moment so zu leben, als könnte er ein letztes Mal sein.
- Präsent zu sein, wenn wir mit jemandem zusammen sind
- Dankbar zu sein für die Momente, die wir haben
- Zu sagen, was wir sagen wollen
- Zu zeigen, was wir fühlen
Nicht aus Angst. Sondern aus Liebe. Aus Wertschätzung. Aus dem Bewusstsein, dass alles vergänglich ist.
Was würdest du anders machen, wenn du wüsstest, dass heute ein letztes Mal ist?
Deine Kathrin
#glücküberzweifel #lebejetzt